Migräne / Kopfschmerzen


Die Weltgesundheitsorganisation ( WHO ) berichtete vor einiger Zeit, dass das Leiden ” Migräne ” zu den 20 häufigsten Erkrankungen zählt, die uns das Leben schwer macht und uns in unserem Alltag stark einschränken kann. Allein in Deutschland sind ca. 8 Millionen Menschen von der Migräne betroffen, wobei vielen gar nicht bewusst ist, dass sie unter einer Migräne leiden. Die Patienten denken, es seien halt einfach ” starke Kopfschmerzen”.

Frauen leiden etwas häufiger unter der Erkrankung als Männer – daran sind wiederum die Hormone schuld. Denn eine Veränderung im Hormonhaushalt ( Regelblutung, Schwangerschaft, Wechseljahre ) kann zu einem Migräneanfall beitragen. Starke Kopfschmerzen müssen aber wiederum nicht unbedingt Migräne sein. Man kann auch unter unerträglichem Schädelbrummen leiden, wenn z. B. die Nasennebenhöhlen verstopft sind ( Erkältung ) oder aber man unter Verspannungen der Halsmuskulatur leidet. Die Muskeln verkrampfen sich dann so stark, dass der gesamte Hals – Nacken – Schulterbereich verspannt ist, was zu unliebsamen Kopfschmerzen führen kann. Aber auch Bluthochdruck kann für Kopfschmerzen verantwortlich sein.

Da viele Patienten mit dem ” Kopfschmerzsyndrom ” aber unzureichend von den Ärzten behandelt werden, greifen sie selbst zur Tablette. Und dosieren so die freiverkäuflichen Schmerzmittel gnadenlos über, was zu zahlreichen Nebenwirkungen führen kann. Der häufige und hohe Verbrauch von Schmerzmitteln kann aber wiederum selbst Kopfschmerzen auslösen. Ein Teufelskreis beginnt…. ” Viel hilft viel ” ist also hier total Fehl am Platz.

Leiden Sie unter Migräne?

Falls Sie häufiger unter Kopfschmerzen leiden und die meisten der folgenden Fragen mit ” Ja ” beantworten, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass Sie unter einer Migräne leiden. Als erstes wäre dann der Gang zum Arzt ( bitte ein Spezialist !!! ) angesagt, aber auch persönliche Veränderungen in ihrem Leben können den Verlauf positiv beeinflussen.

Aber was versteht man eigentlich unter einer ” Migräne ” ? Für viele Menschen ist Migräne nichts anderes als ein ( starker ) Kopfschmerz. Doch weit gefehlt www.hochdruckliga.de! Normale Kopfschmerzen können schon sehr belastend sein, aber wer einmal eine richtige Migräne hatte, der weiß, dass man sich manchmal wirklich wünscht, den Kopf gegen die Wand zu hauen….

Die Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die anfallartig und pulsierend ( man spürt jeden Pulsschlag als starken Schmerz im Kopf ), aber auch mit Übelkeit und Erbrechen auftreten kann. Es gibt viele verschiedene Formen, mit oder ohne Aura, auch diverse Sonderformen sind verzeichnet.

Bei der Migräne mit Aura treten die neurologischen Symptome wie Sprachstörungen, Sehstörungen ( man sieht Lichtblitze, Flimmern oder gezackte Linien ) in den Vordergrund. Die Aura hält meist max. bis zu einer Stunde an und wird von der eigentlichen Kopfschmerzphase abgelöst.

Migräne ohne Aura :

Etwa 80 % der Migräneanfälle verlaufen ohne Auraphase. Allerdings können Übelkeit, Erbrechen, Lärm – und Lichtempfindlichkeit stark ausgeprägt sein. Auch innere Unruhe und Stimmungsschwankungen können vermehrt auftreten.

In der eigentlichen Kopfschmerzphase tritt der Schmerz stark bis sehr stark auf. Man ist blass, fühlt sich müde und ausgelaugt, möchte am liebsten nur noch schlafen. Bei Bewegung verstärkt sich der Schmerz, man fühlt die pochende Pein an den Schläfen, an der Stirn und auch am / im Auge. Meist ist nur ein Auge betroffen und es fühlt sich an, als hätte es einen ” Muskelkater “. Weder Licht noch Lärm wird vertragen, Übelkeit und Brechreiz sind vorhanden und die Hände und Füsse werden nur langsam wieder warm ( verminderte Durchblutung ). Schlafen in einem kühlen, dunklem und ruhigen Raum bringt Besserung.

Rückbildunsphase der Migräne :

In der Rückbildunsphase des Kopfschmerzes fühlt sich der Patient oft sehr müde und ist erschöpft, schlafen ist hier oft die beste Möglichkeit, schnell wieder zum ” alten ” Leben zurückzufinden. Die Phase kann bis zu 24 Stunden nach dem eigentlichen Anfall andauern.

Aber was geschieht eigentlich im Kopf, wenn ein Migräneanfall auftritt ?

Es ist bewiesen, dass bestimmte Entzündungsstoffe, sogenannte Entzündungsmediatoren, an der Entstehung eines Migräneanfalls beteiligt sind. Zu diesen Mediatoren ( Vermittler ) zählen u.a. Stickstoffmonoxid ( NO ), die “Schmerzsubstanz ” P und ein bestimmtes Neuropeptid. Diese Mediatoren bewirken in unserem Hirn, dass sich die Blutgefässe erweitern. Bestimmte Schmerzrezeptoren sitzen aber nun in den Wänden der Blutgefässe und werden durch die Dehnung gereizt.

Auslösefaktoren für eine Migräne gibt es viele, z.B. wird angenommen, dass Migräne auch vererbt werden kann. Ebenso können die nun folgenden Faktoren für einen Anfall als Mitauslöser gezählt werden:

Die Behandlung der Migräne :

Sie können sich im Akutfall in Ihrer Apotheke mit freiverkäuflichen Schmerzmitteln selbst versorgen. Aber bitte beachten Sie stets : Viel hilft NICHT viel !!! Wenn Ihnen ein Wirkstoff nicht hilft, oder Sie ihn nicht vertragen, probieren Sie es mit einem anderen. Aber achten Sie darauf, dass Sie maximal an 7 Tagen im Monat ein Schmerzmittel nehmen. Wenn Sie damit nicht auskommen, wenden Sie sich bitte an einen Spezialisten auf dem Gebiet! Das sollten Sie sowieso tun, in jedem Fall. Denn Tabletten können zwar im Akutfall und kurzfristig angewandt, gute Dienste leisten – aber im Dauergebrauch schaden Sie nur!!! Schlucken Sie niemals nur Tablette nach Tablette, sondern schlagen Sie immer auch andere Therapiewege ein.

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