Haare mit Rizinusöl schneller wachsen lassen


Neben den mehr oder weniger bekannten Produkten aus dem Handel und einigen „Hausmittelchen“, wird hier erklärt, wie man mit Rizinusöl den Haarwuchs beschleunigen kann.

Was sind die Gründe für Haarausfall?

Haarausfall ist meist erblich bedingt. Das heisst, unsere Gene entscheiden darüber wann und wieviele Haare wir im Laufe unseres Lebens verlieren. Während manche Menschen bis ins Hohe Alter mit vollem Haar gesegnet sind, wird es bei Anderen schon recht früh kahl ums Haupt. Männer verlieren in der Regel früher ihre Haare als Frauen, wobei Frauen fast immer mehr unter dem Haarverlust leiden.

Was kann man gegen Haarausfall tun?

Haarverlust kann auf verschiedene Weise behandelt werden. Es stehen klassische Haarwuchsmittel aus dem Handel zur Verfügung, es gibt eine Reihe an überlieferten „Hausmitteln“ und experimentelle, alternative Methoden um das Haarwachstum anzuregen. Einige dieser Produkte und Tipps werden nachfolgend vorgestellt.

Koffein-Schampoo

Oral in Form von Kaffee, Cola oder Tabeletten eingenommen macht Koffein zwar wach und munter, hat aber keine Wirkung auf das Haarwachstum.

Koffeinshampoos hingegen wollen das Koffein direkt in die Haarwurzel einbringen, wo es das Haarwachstum positiv beeinflussen soll. Ob dies auch tatsächlich passiert ist zu bezweifeln, da die Haarwurzeln relativ tief liegen und es fraglich ist, ob das Koffein bis dahin gelangt.

Interessant wäre der Versuch mit einem Penetrationsverstärker wie Rizinusöl, der dass Koffein bis in tiefere Hautebenen transportieren kann.

  • Eisen, Kalzium und Zink

Diese drei Nährstoffe sind direkt an der Bildung von Haarwuchszellen beteiligt. Verfügt der Körper über zu wenige „Baustoffe“, wird die Produktion heruntergefahren und die Haare wachsen langsamer. Insbesondere bei Mangelernährung kann es dazu kommen.

Bei einer halbwegs-normalen Ernährung ist ein solcher Mangel allerdings eher selten und sollte in den meisten Fällen nicht für den Haarausfall bzw. das langsame Haarwachstum verantwortlich sein.

Dennoch, wer das Optimum für sein Haarwachstum tun will, der sollte immer dafür sorgen, dass die Speicher voll sind.

  • Minoxidil (Rogaine)

Rogaine ist das wohl bekannteste Haarwuchsmittel auf dem Markt. Es wurde in den USA entwickelt und wird auch in Europa vertrieben. Rogaine beinhaltet keine Hormone und ist deswegen relativ gut verträglich.

In der niedrigen Konzentration von 2% ist es verschreibungsfrei in den meisten Apotheken zu bekommen. Die Variente mit einer Konzentration von 5% ist dagen rezeptpflichtig und ist bis zu 45% effektiver. Untersuchungen haben gezeigt, dass bei Frauen auch mit weniger hohen Wirkstoffkonzentrationen gute Ergebnisse erzielt werden können.

Das Mittel wird zweimal täglich in die Kopfhaut einmassiert und langfristig angewendet. Nach dem Absetzen von Rogaine fallen die neu gewonnenen Haare zum Teil wieder aus.

Als häufige Nebenwirkungen wurden Kopfschmerzen und Schwindel beschrieben. Manche Ärzte raten Menschen mit Herz- und Kreislaufproblemen von der Behandlung ab.

  • Finasterid

Finasterid ist ein hochwirksames Hormon zur Behandlung von Prostatakrebs. Als Nebenwirkung ist es effektiv gegen Haarverlust bei Männern. Das Medikament greift direkt in den Hormonhaushalt ein und blockiert dort die Umwandlung von Testosteron, wodurch das Haarwaschstum begünstigt wird.

Finasterid wird in Tablettenform hergestellt und ist wirksam bei erblich bedingtem Haarausfall. Es sollte allerdings wegen seiner erheblichen Nebenwirkungen nur nach reiflicher Überlegeung eingenommen werden. Insbesondere Libido und Produktion von Spermien nehmen ab. Depressionen und Impotenz zählen zu den beobachteten Nebenwirkungen. Auch das Wachsen von „Männerbrusten“ wurde bereits beschrieben.

Finasterid ist in den meisten Ländern verschreibungspflichtig und wird in 1mg und 5mg Tabletten vertrieben.

  • Alfatradiol

Als Lösung wird Alfatradiol direkt auf die zu behandelnden Stellen aufgetragen. Es soll zukünftigem Haarverlust entgegen beugen und vorhandenes Haar krätigen. Neuer Haarwuchs wird nicht unbedingt angeregt.

Um Erfolge erzielen zu können ist eine langfristige Anwendung erforderlich, mindestens 3-6 Monate. In den ersten Monaten wird Alfatradiol täglich, später nur noch jeden 2-3 Tag aufgetragen.

Die Nebenwirkungen erscheinen insgesamt weniger ausgeprägt als bei Finasterid, sind aber auf keinen Fall zu unterschätzen. Zu den häufigen Nebenwirkungen zählen: Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel. Auch wurden allergische Reaktionen beobachtet.

Alfatradiol ist laut Angaben für Männer und Frauen geeignet und ist in vielen Ländern rezeptfrei in der Apotheke zu erhalten.

Vorwort: Als „kostenlos“ wird die nachstehende Rezeptur bezeichnet, weil es kein Haarwuchsmittel im eigentlichen Sinne ist, aber wie ein solches bei vielen Frauen und Männern zu funktionieren scheint. Es kostet ein paar Euro, ist aber vergleichsweise zu anderen Haarwuchsmitteln sehr günstig. Man benötigt lediglich das Rizinusöl selbst. Das bekommt man in der örtlichen Apotheke, ansonsten kann man es auch einfach im Internet bestellen. Eine Flasche Rizinusöl kostet im Schnitt 2-3 Euro pro 100ml. Diese Menge reicht für mindestens einen Monat.

Bei intensiver Recherche in englischsprachigen Internetforen zum Thema Haare und Haarwuchs stößt man auf einen interessanten Themenpunkt, nämlich die Wirkung von Rizinusöl auf das Haar.

Es gibt viele Berichte von Frauen, die unregelmässig Rizinusöl in ihr Haar eingebracht haben und als Nebenwirkung oder Nebeneffekt nach einer Weile dichtere und schneller wachsende Haare bei sich bemerkt haben. Hierzu finden sich im Internet Berichte, z.B. wenn man nach „castor oil“ und „hair growth“ sucht. Richtige Studien dazu gibt es allerdings nicht, aber es wird behauptet, dass nach 4 Wochen abendlicher Anwendung (Rizinusöl, das in die Kopfhaut einmassiert wird) neuer und dichterer Haarwuchs zu beobachten ist, angeblich auch an Stellen, an denen zuvor keine Haare mehr gewachsen sind, später und nach längerer Anwendung bei einigen Anwenderinnen sogar bis zu 3 cm pro Monat. Selbst nach Beendigung der Anwendung sollen die Haare noch immer übermäßig schnell weiterwachsen.

Die Rezeptur:
Es werden jeweils zwei Verschlusskappen Rizinusöl mit normalem Shampoo ca. 1 Minute lang in die Kopfhaut einmassiert und vor dem Auswaschen ca. eine halbe Stunde einwirken gelassen.

Die Wissenschaft dahinter:
Auf die Kopfhaut aufgetragen zieht Rizinusöl bis tief ins Gewebe ein und erreicht somit die Haarwurzel. Ein noch näher zu erforschender Erffekt führt bei vielen Anwendern dazu, dass Haare schneller und dichter wachsen, teilweise auch an Stellen, an denen zuvor keine Haare mehr gewachsen sind.

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